Wenn der Sommer Früchte trägt.
Im Juli scheint die Zeit ihren eigenen Rhythmus zu finden. Das Licht bleibt bis weit in den Abend hinein, Wiesen und Gärten stehen in sattem Grün, und an jeder Ecke zeigt die Natur, was in den vergangenen Monaten gewachsen ist.
Es ist der Monat der Fülle – nicht laut oder aufdringlich, sondern ganz selbstverständlich. Reife Früchte lassen die Zweige unter ihrem Gewicht sanft nach unten sinken, Gemüse leuchtet in kräftigen Farben, und der wohltuende Duft von Kräutern liegt in der warmen Luft.
Der Sommer ist angekommen – und mit ihm die Einladung, das Leben etwas langsamer und bewusster zu genießen.
Auch rund um unser Hotel zeigt sich der Juli von seiner schönsten und lebendigsten Seite. Auf unserem hauseigenen Bio-Acker draußen auf den Feldern beginnt jetzt die Zeit der reichen Ernte: Sonnengereiftes Obst, knackiges Gemüse und aromatische Kräuter wachsen mit der Kraft der Natur heran und finden täglich frisch ihren Weg in unsere Küche und auf eure Teller, wo Chefkoch Stefano und sein Team sie zu saisonalen Gerichten verarbeiten. Jeder Bissen erzählt dabei vom Sommer, von regionaler Qualität und von der Sorgfalt, mit der wir unsere Lebensmittel anbauen.
Ein besonderer Fokus liegt bei uns auf alten, heimischen, extravaganten oder fast vergessenen Sorten – auf Unikaten, die nicht jeder kennt. Das Ergebnis sind faszinierende Farbakzente und überraschende Geschmackserlebnisse: bunter Blumenkohl, gelbe Zucchini oder violette Karotten.
Gerade jetzt im Juli ist Hansjörg beinahe täglich in Eyrs, dem Heimatort von Gastgeberin Charlotte, wo wir auf einem weitläufigen Acker seit einigen Jahren verschiedenste Obst- und Gemüsesorten in Bioqualität anbauen. Hochsaison haben aktuell: sämtliche Blattsalate und Kohlgemüse, Pak Choi, Gurken, weißer und violetter Kohlrabi, Sellerie, Knollensellerie, erste Karotten, Mangold, Radieschen und Rote Beete.
Eine weitere Besonderheit: Bei unserem Eigenanbau handelt es sich um biologische Landwirtschaft im größeren Stil; die Früchte unserer Ernte versorgen uns in der Regel das ganze Jahr über – selbst durch die kargen Wintermonate hindurch.
Im Kontext dieser reichen Ernte lässt sich dann selbst den heißesten Julitagen viel Positives abgewinnen. Diese gelten laut alten Bauernregeln nämlich als treffsicheres Zeichen für eine ertragreiche Ernte im Herbst: „Im Juli muss vor Hitze braten, was im September soll geraten“.
Oder mit Bezug zur jährlichen Weinlese, deren Gelingen bekanntermaßen vor allem Gastgeber Hansjörg am Herzen liegt: „Ein tüchtig Juligewitter ist gut für Winzer und Schnitter“. Den Wahrheitsgehalt dieser Bauernweisheiten werden die kommenden Wochen und Monate auf den Prüfstand stellen.
In der Zwischenzeit freuen wir uns einfach, diesen Sommer mit euch zu teilen. Denn eine Eigenschaft macht diese Jahreszeit seit jeher so besonders unverwechselbar: das Gefühl, angekommen zu sein. In der Welt. Im Leben. In uns selbst. In diesem Sinne: Herzlich willkommen im Juli und bei uns im Matill!
Matill Journal







